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Da ich nun mal nicht auf dem Lande wohne (obwohl der meistverkaufte Titel in den Zeitschriftenregalen zur Zeit „Landlust“ heißt!) bewege ich mich gern aus den Zuparkzonen des Dortmunder Kreuzviertels in die nahgelegenen Grünzonen unserer „kleinen Stadt“. Nicht, dass man mich für einen Naturromantiker hält – ich gebe mich natürlich nicht der Illusion hin, dass es sich dabei wirklich um Natur handelt! In der Regel wächst da „irgendwas“ um die Relikte der Großindustriezone „herum“. Der Acker und der kontaminierte Boden sind halt kein Dschungel – die Emscher kein Amazonas! Vielleicht fotografiere ich halt eben gern ohne Dach über´m Kopf – über mir nicht als der gestirnte Himmel … da war doch was!? …

… stimmt: Herr Kant im Schlusswort seiner Kritik der praktischen Vernunft:

„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Beide darf ich nicht als in Dunkelheit verhüllt oder im Überschwänglichen, außer meinem Gesichtskreise suchen und bloß vermuten; ich sehe sie vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.

Das Erste fängt von dem Platze an, den ich in der äußeren Sinnenwelt einnehme, und erweitert die Verknüpfung, darin ich stehe, ins unabsehlich Große mit Welten über Welten und Systemen von Systemen, überdem noch in grenzenlosen Zeiten ihrer periodischen Bewegung, deren Anfang und Fortdauer.

Das Zweite fängt von meinem unsichtbaren Selbst, meiner Persönlichkeit an und stellt mich in einer Welt dar, die wahre Unendlichkeit hat, aber nur dem Verstande spürbar ist, und mit welcher (dadurch aber auch zugleich mit allen jenen sichtbaren Welten) ich mich nicht wie dort in bloß zufälliger, sondern allgemeiner und notwendiger Verknüpfung erkenne.

Der erstere Anblick einer zahllosen Weltenmenge vernichtet gleichsam meine Wichtigkeit als eines tierischen Geschöpfs, das die Materie, daraus es ward, dem Planeten (einem bloßen Punkt im Weltall) wieder zurückgeben muss, nachdem es eine kurze Zeit (man weiß nicht wie) mit Lebenskraft versehen gewesen.

Der zweite erhebt dagegen meinen Wert als einer Intelligenz unendlich durch meine Persönlichkeit, in welcher das moralische Gesetz mir ein von der Tierheit und selbst von der ganzen Sinnenwelt unabhängiges Leben offenbart, wenigstens soviel sich aus der zweckmäßigen Bestimmung meines Daseins durch dieses Gesetz, welche nicht auf Bedingungen und Grenzen dieses Lebens eingeschränkt ist, sondern ins Unendliche geht, abnehmen lässt.“

… dem habe ich nichts hinzuzufügen!

 

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